Die neuen Features von GA4 - top design

Die neuen Features von GA4

16. Juni 2023 topdesign
Wer Google-Anzeigen schaltet, hat mit Sicherheit auch schon mit Googles Analyse-Plattform, Google Analytics zu tun gehabt. Mithilfe dieser Web-Analyse-Plattform können Unternehmen und Website-Betreiber alle Daten der Nutzer ihrer Website sammeln, auswerten und interpretieren. Die Plattform bietet eine extrem breite Palette von Funktionen und Tools, die es ermöglichen, wertvolle Einblicke in die Leistung einer Website, einer App oder die Performance einer geschalteten Anzeige zu gewinnen. Darauf basierend lassen sich dann fundierte Entscheidungen treffen, wie Marketingstrategien verbessert werden könnten.

Ganz allgemein: Wozu ist Google Analytics gut?

Die wohl am häufigsten verwendeten Funktionen von Google Analytics ist die Analyse des Website-Traffics, also die Besucherquellen und -frequenz sowie die Interaktion der Besucher mit der Website. Daraus ergeben sich wichtige Kennzahlen, die Einblicke in das Verhalten der Websitebesucher geben und anzeigen, was häufig geklickt wird.

Auch das sogenannte Conversion-Tracking spielt eine große Rolle. Damit kann gemessen werden, welche Anzahl an Website-Besuchern bestimmte Aktionen (= Conversions) auf der Website durchgeführt haben. Konversionen können dabei ganz verschiedene Vorgänge sein, wie zum Beispiel der Klick auf den Kaufen-Button, das Ausfüllen eines Kontaktformulars, das Herunterladen einer PDF-Datei oder das Anmelden für einen Newsletter. Mit dem Conversion-Tracking lässt sich leichter verstehen, welche Produkte und Angebote am besten funktionieren und wo noch Optimierungspotenzial besteht.

Außerdem lässt sich Google Analytics zur detaillierten Zielgruppenanalyse verwenden. Zahlreiche Informationen über die Website-Besucher geben Aufschluss darüber, wie Angebote aussehen müssten, eine ganz bestimmte Zielgruppe zu erreichen und zu überzeugen. Zu den erhobenen Daten gehören u.a. demografische Daten, die geografische Lage, Interessen, Verhaltensweise und viele weitere Faktoren.

Ein weiteres wichtiges Tool ist die Performance-Analyse. Sie ermöglicht es Website-Betreibern die Leistung ihrer Website zu analysieren, indem sie Kennzahlen wie Seitenladezeiten, Absprungraten und andere Faktoren misst, die die User Experience beeinflussen könnten.

Zu guter Letzt eine weitere vielgenutzte Funktion von Google Analytics: Die Kampagnen-Analyse. Hiermit können die Leistungen von Werbekampagnen und Marketinginitiativen gemessen werden. Marketer können mit diesen gewonnenen Daten verstehen, wie gut (oder schlecht) diese Kampagnen zur Generierung von Traffic und Convertions beitragen.

Alles in allem ist Google Analytics ein wertvolles Mittel, um Unternehmen und Website-Betreibern dabei zu helfen, ihre Onlinepräsenz, also Website, Angebote und damit einhergehende Marketingstrategien, zu verbessern. Doch so hilfreich die zahlreichen Funktionen und Analysetools auch sind, so verwirrend kann manchmal die Google Analytics Seite sein. Nicht nur Einsteiger tun sich schwer mit der richtigen Interpretation der Daten.

Ereigniszentriertes Tracking:

GA4 ist ereigniszentriert, was bedeutet, dass es alle Interaktionen der Nutzer mit der Website als eigenständiges Ereignis erfasst. Diese werden in Kategorien wie Klicks, Seitenaufrufe, Conversions usw. unterteilt. Das ursprüngliche GA basierte hingegen auf Seitenaufrufen und Sitzungen. Da es in GA bereits Ereignisse gab, muss man sich diese Änderungen noch etwas genauer anschauen, um sie nicht zu verwechseln. Ereignisse in GA4 sind zukünftig in vier Kategorien unterteilt: 

1. Automatisch erfasste Ereignisse
Müssen nicht mehr manuell aktiviert werden, dazu gehören z.B. first_visit, session_start und user_engagement.

2. Ereignisse für optimierte Analysen
Muss in den Einstellungen des Datenstreams extra aktiviert werden, dazu gehören z.B. Klicks auf externe Links, Scrolls, Dateidownloads, Interaktion mit Formularen, Website-Suche, Engagement mit Videos usw.

3. Empfohlene Ereignisse
Müssen selbst eingerichtet werden. Beispiele hierfür sind sign_up oder purchase.

4. Benutzerdefinierte Ereignisse
Ereignisse, die man selbst definiert und implementiert. Man nutzt sie nur, wenn sie in den ersten drei Kategorien nicht erfasst werden. Hierzu benötigt man aber auch Programmierkenntnisse, da ein individueller Code geschrieben und ein eigener Bereich eingerichtet werden muss.

Seitenaufrufe und Sitzungen stehen also ab sofort nicht mehr im Fokus, sondern die Nutzer und Ereignisse. Insgesamt ermöglicht die Umstellung zum ereignisbasierten Modell mehr Konfigurationsmöglichkeiten. Man kann ganz individuell erfassen, was man für die eigene Datenanalyse benötigt. Natürlich geht damit jedoch auch ein etwas höherer Aufwand bei der Einrichtung einher.

Geänderte Begrifflichkeiten:

Wer sich näher mit GA4 auseinandersetzt, wird feststellen, dass einige Begriffe nicht mehr zu finden sind. Im folgenden eine kleine Liste, unter welchem Namen alte Begriffe zu finden sind:

Verhalten  > Engagement

Segment > Vergleich

Kanäle > Nutzergewinnung

Alle Seiten > Seiten und Bildschirme

 Außerdem wurden die Berichte unter ‚Zielgruppe‘ umstrukturiert: Die Informationen, die hier früher enthalten waren, befinden sich jetzt in anderen Bereichen, z.B. unter ‚Nutzer‘ oder ‘Akquisition‘.

Nutzersegmente werden durch Zielgruppen ersetzt. 

Früher war es möglich Nutzersegmente zu erstellen (z.B. alle Nutzer, die einen Artikel in den Warenkorb gelegt haben, diesen aber nicht gekauft haben). Aus einem Segment heraus konnte man dann eine Zielgruppe anlegen und diese beispielsweise für eine Remarketing-Kampagne bei Google Ads verwenden. In GA4 werden Segmente nun mit Zielgruppen zusammengelegt. Man erstellt nur noch Zielgruppen. Diese sind automatisch für alle anderen Nutzer des GA4-Kontos freigegeben und müssen nicht wie bisher bei den Segmenten erst geteilt werden.

Weitere erwähnenswerte Änderungen sind u.a. das Cross-Device-Tracking, GA4 bietet eine verbesserte Möglichkeit, die Aktivitäten von Nutzern über mehrere Geräte hinweg zu verfolgen und mehrere Änderungen zum Datenschutz und Datenaufbewahrung. GA4 bewahrt die Daten nur noch für eine begrenzte Zeit auf und hat zudem eine höhere Datensicherheit.

Insgesamt ist die Umstellung auf Google Analytics 4 keine einfache Aufgabe. Zunächst einmal muss man sich an die neue Oberfläche gewöhnen und lernen, wie man mit den neuen Berichten und dem neuen Datenmodell umgeht. Dazu kommen die neuen Begrifflichkeiten und dass einige Funktionen der alten Version nicht mehr verfügbar sind. Daher ist es wichtig, dass man sich ausreichend Zeit nimmt, um GA4 richtig kennenzulernen und zu verstehen. Ein gut durchdachter Plan zur Datenverfolgung ist essenziell, um sicherzustellen, dass später alle Analyseanforderungen erfüllt werden. Dieser sollte zuallererst aufgestellt werden.

Wer den Umstieg auf GA4 bisher aufgeschoben hat, sollte nun unbedingt damit beginnen. Aktuell kann man noch beide Versionen parallel laufen lassen, d.h. man kann in aller Ruhe seine Daten wie bisher sammeln und sich nebenher mit GA4 vertraut machen. Tatsache ist jedoch, dass Google dem alten Google Analytics im Juli 2023 den Stecker ziehen wird. Mit GA4 erhält man letztendlich nicht nur ein umfangreicheres, sondern auch ein flexibleres Tool, das, richtig genutzt, eine extrem detaillierte Webanalyse ermöglichen wird.

Wenn Sie Unterstützung beim Website Tracking benötigen, um die eigene Website zu optimieren oder Google Anzeigen schalten wollen, sind wir der richtige Ansprechpartner. Gerne übernehmen wir den gesamten Prozess für Sie und gehen die Ergebnisse regelmäßig in gemeinsamen Calls mit Ihnen durch. Das halten wir für eine sinnvollere Vorgehensweise, anstatt unseren Vertragskunden nur die Berichte zukommen zu lassen und sie mit der Interpretation ihrer Daten anschließend alleine zu lassen. Nach unserer Erfahrung werden die Ergebnisse auf diese Art viel schneller verstanden und Sie müssen sich als Endkunde auch nicht so intensiv mit Google Analytics auseinandersetzen. Selbstverständlich können wir Ihnen jederzeit trotzdem Ihre Analyse zusammengefasst in einem Bericht zukommen lassen.

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