Hyperrelevanz – Mehr als nur ein Wort? - top design

Hyperrelevanz – Mehr als nur ein Wort?

17. November 2021 topdesign

Im digitalen Zeitalter, das bestimmt ist von Social Media, Blogbeiträgen und Onlinemagazinen, werden wir fast ständig mit neuen Informationen überschüttet. Informationen über alles Mögliche: Die größten Veranstaltungen, die wichtigsten Nachrichten oder die neuste Mode. Da jedoch niemand die Kapazität hat, all diese Informationen gleichzeitig aufzunehmen, blenden wir scheinbar uninteressante Beiträge einfach aus. Man scrollt einfach weiter. Doch hyperrelevante Marken dringen bis zum Konsumenten durch. Was eine Marke zu einer hyperrelevanten Marke macht und wie dieser Status zu erreichen ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Verhalten der Konsumenten im Netz verändert sich ständig. Kunden sind jederzeit absprungbereit, ändern häufig ihre Gewohnheiten und testen ständig Neues. Werbung von allen Seiten lockt die Konsumenten mit scheinbar besseren Angeboten. Zudem haben viele Menschen heutzutage ‚fast alles’, Erstausstattungen werden kaum noch benötigt. Vor allem der jüngeren Generation sind Erlebnisse wichtiger als materieller Besitz, ‚Sharing’ ist ein neuer Megatrend und Neues wird nur noch dann gekauft, wenn es entweder unverzichtbar oder hyperrelevant ist. Die Messlatte ist also nicht mehr der Wettbewerb, sondern branchenübergreifend der Beste seines Faches zu sein. Viele Anbieter kommen dem gar nicht mehr hinterher.

Hyperrelevanz genießen nur Unternehmen, Produkte und Marken, an denen man einfach nicht vorbeikommt: Sie stechen heraus aus einer Flut an Angeboten und bieten ihren Kunden eine unwiderstehliche Leistung, die man mit Stolz erwirbt. Kunden sind Fans dieser Unternehmen, sie möchten gar kein vergleichbares anderes Produkt. Hyperrelevante Marken sind also äußerst begehrenswert. Bekannte Beispiele sind z.B. die Marken Nutella, Starbucks oder IKEA. Kunden wollen das ‚einzig wahre’ Nutella, mit seinem unvergleichlichen Geschmack und der scheinbar besten Konsistenz. Sie sind Fans des Brotaufstriches und wollen keinen billigen Abklatsch. Da können andere Nuss-Nugat-Brotaufstriche noch so cremig und nur mit den besten, ausgewählten Zutaten hergestellt sein: Sie würden nie eine andere Marke Nutella vorziehen.

Der beste Indikator für die Hyperrelevanz einer Marke, ist, wenn einem genau diese Marken immer zuerst einfallen, wenn es um etwas Bedeutsames geht. Außerdem sind sie nicht von Trends abhängig, sie verschwinden nicht nach einem kurzen Hype. Sie wirken besonders nützlich, geradezu charismatisch und anderen beispielhaft überlegen und ihnen haftet fast schon eine gewisse Faszination an. Wer diese Marken nutzt, der ist den anderen weit voraus.

Doch wie kann Hyperrelevanz erreicht werden?

Marken die nur eine solide Leistung bieten und nicht besonders hervorstechen, fallen durch. Das reicht nicht. Überall da, wo mit den üblichen Standards und Normen gearbeitet wird, tut sich Hyperrelevanz schwer. Denn ein angepasstes Mittelmaß ist schließlich das Gegenteil von Hervorstechen. Und eine Marke ist nicht gut, weil sie einmal einen „Kassenschlager“ entwickelt hat. Sie ist gut, weil sie die Fähigkeit in sich trägt, Potenziale für Kassenschlager stets früh zu erkennen, und weil sie ein herausragendes Team dazu bringen kann, diese am laufenden Band zu erschaffen.

Jede hyperrelevante Marke erfüllt die folgenden vier Punkte:

  • Sie ist dynamisch, immer in Action und verändert sich ständig. Sie passt sich den aktuellen Gegebenheiten an und agiert vorrausschauend.
  • Alles, was das Vertrauen der Kunden in die Marke beschädigen könnte, wird beseitigt. Es entstehen keine unangenehmen oder langwierigen Kauf- oder Nutzungserlebnisse.
  • Sie kennt die Bedürfnisse ihrer Kunden ganz genau. Sie orientiert sich dabei nicht nur an den üblichen Attributen wie Alter, Geschlecht oder Wohnort. Sie entwickelt ganz individuell passende Lösungen, für scheinbar jeden einzelnen ihrer Kunden.
  • Hyperrelevanz wird durch digitale Technik erreicht. Digitalunterstützte Systeme erleichtern den Kunden viele Abläufe. Umständliche Formalien, begriffsstutzige Chatbots oder eine altersschwache Software sind tabu.

Hyperrelevante Marken haben also ein tiefes Verständnis dafür, was ihre Kunden wirklich wollen. Ihre Mitarbeiter haben den ständigen Wunsch, die Kunden immer wieder neu zu begeistern und maßgeschneiderte Lösungen für sie zu entwickeln. Sie sollen sich auch nicht den vom Unternehmen vorgedachten Abläufen fügen, denn es soll ihnen keine Zeit gestohlen werden. Ein gutes Tool um Hyperrelevanz zu erreichen, ist ein gutes Service-Design, bei dem Dienstleistungen maßgeschneidert am Kunden entworfen werden. Denn was Kunden zusammengefasst immer von einem Anbieter wollen, ist: Gib mir die bestmögliche Lösung, mach es mir so einfach wie möglich, so schnell wie möglich, mit einem möglichst bequemem Zugang und gib mir ein gutes Gefühl dabei. Das bedeutet im B2C-Bereich: Mach, das es mir besser geht. Und im B2B, dem Geschäftskundenbereich: Mach, das ich erfolgreicher werde. Hyperrelevante Marken erfüllen diese Ansprüche in jedem Punkt.

Hyperrelevante Marken sind also besonders. Sie beflügeln den aktuellen Zeitgeist und sind das Gegenteil von Standard. Sie versuchen ihr Angebot stets perfekt an den Kunden anzupassen und sind digital auf dem neusten Stand. Wenn Sie sich daran orientieren und diese Voraussetzungen erfüllen, dann ist ihre Marke auf dem besten Weg hyperrelevant zu werden.

Was bedeutet Hyperrelevanz im Marketing?


Hyperpersonalisierte Marketingkampagnen entstehen, wenn mithilfe intelligenter Algorithmen große Datenmengen analysiert werden. So können für jeden einzelnen Käufer anhand seiner Vorlieben und Verhaltensweisen, maßgeschneiderte Angebote angezeigt werden. Hyperrelevantes Targeting liefert also die richtige Botschaft im richtigen Moment, was diese Art von Werbung äußerst effektiv macht. Letztendlich bedeutet das nichts anderes, als echtes 1:1 Marketing. Kunden können auf diese Art Produkte entdecken, die sie wirklich interessieren und die wirklich zu ihnen passen. Mit hyperrelevanter Werbung können Unternehmen langfristig Kundenbindung, Umsatz und Marken-Bekanntheit signifikant steigern.

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